Leipziger Buchmesse Berichte

Bericht 2008

 

Ein Tag wie jeder andere. Oder doch nicht?

Schon Wochen lang zuvor hatte man sich nur auf einen speziellen Tag gefreut. Auf den Tag, wo es endlich so weit war!
Die Sonne ging auf, das Wetter sah gut aus. Keine Regenwolken hingen am Himmel. Ja, das war doch das perfekte Wetter, nicht!? Wenn man sich Jahre zuvor ansah, da war es auch schon vorgekommen, dass es zu dieser Zeit Schnee gegeben hatte! Aber dieses Jahr war es anders, schöner. Davon mal abgesehen war jedes Jahr um diese Zeit schön, einfach weil da etwas besonderes anstand!
Wenn man daran dachte, dass man eigentlich an diesem Tag nicht gekonnt hätte, was wäre dann passiert? Der Bruder war mitten im Umzug und man sollte helfen, doch da wurde kurz am Abend zuvor gesagt, dass man doch nicht gebraucht wurde - Wunderbar! Sofort wurde sich im ICQ eingeloggt und nebenbei noch eine SMS verschickt. Schnell musste man jenen Bescheid geben, dass man doch kommen konnte und, dass das Treffen nicht ausfallen musste! Die Freude wurde immer größer, schien es ja erst so zu sein, dass man an jenem speziellen Tag nicht hatte kommen können, nur erst einen Tag später. Und da waren nicht die lieben Menschen dabei gewesen, die man doch hatte treffen wollen!
Aber da nun alles geklappt hatte, wurde sehr früh aufgestanden. Wirklich schwer fiel es nicht, weil die Vorfreude einfach so groß war, dass man nur wach sein konnte. Man wusch sich, zog sich die Sachen an, die man schon geplant hatte und dann hieß es noch mal die Tasche zu überprüfen. Hatte man alles dabei? Man wollte ja nichts vergessen! Fahrkarte, Essen und Trinken, Geld und natürlich einen Hefter. Was da drin ist? Kann man sich ja wohl denken, oder?
Noch einmal wurde tief durchgeatmet, dann ging es auch schon los. Man verließ das Haus, das eigne Heim und stiefelte los. Ein Blick wurde auf die Armbanduhr gerichtet, ja, den Zug würde man schaffen. Man musste nur mit zügigen Schritten gehen. Wurden also mal die circa drei Kilometer hinter sich gebracht und dann in den Zug eingestiegen, der am Bahnhof ankam. Hibbelig saß man da drin und konnte es nicht abwarten. Los schneller, Zug, schneller! Man will endlich ankommen! Eine Melodie fing an zu spielen - eine SMS! Man hatte eine bekommen und schon wurde das Handy gezückt. WAS? Sie würden schon gleich da sein?? Los Zug, mach schneller! Da waren doch tatsächlich welche fast angekommen und selbst hing man noch im Zug fest. Schneller, schneller! Die Ungeduld wurde größer, hibbel, hibbel.
Als endlich der Zug angekommen war, sprang man regelrecht heraus und fing sofort an zu rennen. Aaaaaah da sah man die ersten zwei! Eine davon war noch völlig unbekannt, aber das machte nichts. Während man ein "Komm mit!" rief, wurde an den Zweien vorbei gerannt und weiter. Einfach deshalb, weil man zum andren Gleis wollte. Also wurde gleich mal über den halben Bahnhof gerannt, was doch recht sinnlos war. Oh man... die waren gar nicht hier? SMS wurde gecheckt und mit mehreren Verwirrungen und Abklärungen verstand man dann endlich, dass jene auf dem anderen Bahnhof warteten! Okay, jetzt hieß es erstmal drücken und knuddeln. Schließlich wollte da jemand anständig begrüßt werden! Aufgeregt wurde sich dann unterhalten und klar gemacht, wen man denn nun noch treffen wollte und so weiter. Also ab zur Straßenbahn. Ein Gedrängel und Geschiebe war da los, aber das kannte man ja schon von den vorherigen Jahren!
Endlich in der ollen Straßenbahn drin, die so sehr klapperte, dass man dachte, dass sie gleich auseinander fiel, brachte die drei an den Ort, wo sie hin wollten. Der nächste Bahnhof war angestrebt wurden, der ganz in der Nähe des Endziels war.
Wie schön wäre es doch eine Giraffe zu sein! Giraffen hatten laaaange Hälse und das wäre bei der Masse von Menschen wirlklich praktisch gewesen! Wo waren sie? Als man da nun stand und irgendwie nur eine Person noch ungefähr wusste, wie die gesuchten Personen aussahen, suchte man nach ihnen. Wo sind sie? Put, put, put, vielleicht konnte man sie ja so anlocken? Die Menschen verschwanden realtiv schnell vom Bahnhof, aber von den lieben Leutchen war keine Spur. Haaach, wo waren sie denn? Völlig verwirrt - wieder einmal - ging man dann langsam in Richtung Endziel, hielt aber noch Ausschau nach den Vermissten. Zu blöd, dass man an denen einfach vorbei ging - irgendwie. Nun ja, das bekam man dann mit, als man eben mal nach hinten sah. Durch Zufall? Wie auch immer: gesuchte Personen wurden entdeckt und schon legte man wieder einen Sprint hin, um den zweien um den Hals zu fallen. Jetzt war erst einmal Gruppenkuscheln angesagt.
So waren nun alle zusammen. Super! Geredet und gelacht wurde während man weiter stiefelte. Jaaa das Endziel. Ein ganzes Jahr hatte man sich darauf gefreut und nun war es wieder soweit! Das Gebäude stand da in seiner vollen Pracht, davor eine metallene Rose. Die Rose war blöderweise einem ein paar Jahre zuvor aufgefallen, als man jemand anderes getroffen hatte, der einen darauf aufmerksam gemacht hatte. Wie dem auch sei. Jetzt hieß es sich in den Eingang zu quetschen. Geschoben wurde, gedrückt, gedrängelt, aber so war das nun mal. Haha, irgendwie schien es als hätte man als Einzige die Eintrittskarte, was bedeutet, dass man auf die anderen warten musste, dass die ihre Karten hatten, damit man dann endlich richtig rein konnte.
Als das nun auch erledigt war, ging es los. Mit glitzernden Augen war man also endlich wieder hier, sah sich um und entdeckte die Ersten... Ja, da wurde die Digicam gezückt und schon die ersten Bildchen gemacht. Man hatte sich dazu entschlossen sich erstmal an der Seite der Eingangshalle zu positionieren, dort wo die Treppen waren. Taschen abgestellt und dann ging es auf die Jagd. Zwei bekloppte Leute aus der Gruppe, fingen an wie wild herum zu rennen und einige Bilder zu machen. Einige? Nun, es waren weit aus mehr!! Die Cosplayer wussten manchmal gar nicht wie ihnen geschah, aber man fragte sie immer, ob man sie fotoknipsen durfte. Alle stimmten zu, Bilder kamen hinzu. Die zwei Bekloppten rannten also hin und her. Machten Fotos, kehrten zur Gruppe zurück und liefen wieder los. Man konnte sagen, dass die zwei echt in Form blieben, wenn sie so rum rannten. Sport...
Die Zeit verging und man verbrachte ungefähr zwei Stunden nur damit sich zu unterhalten, zu lachen, hin und her zu rennen, um zu fotographieren bis man sich entschloss endlich die Halle zwei anzusteuern. Wahnsinn! Sie kamen mal vorwärts.

Natürlich war da eine Menge los, weshalb man gar nicht an die Stände kam. Aber ein Ziel war unbedingtr nötig! Aber wo war es denn? Man wollte sich jedes Jahr ein Bild kaufen, das war schon so eine Tradition! Wo war der Stand? Blöderweise steht das jedes Jahr in der Halle zwei anders.. aber man fand es endlich! Mit glitzernden Augen beguckte man die Bilder, die da waren und die man kaufen konnte. Schwere Entscheidung, welche nimmt man denn? Ah, der weiße Drache war sooo schön! Den wollte man auf jeden Fall. Aber was war jetzt los? Fragend wurde zur Seite geguckt, weil man eine Stimme gehört hatte. Man wurde angesprochen! Was will der denn? Hä? Von was spricht er da? Mal genauer hingehört, erkannte man endlich, dass es sich hier um jemanden handelt, der das Bild, was man in den Händen hielt, für sein eignes Buch verwendet hat. Dass, das sein eignes Buch war, hatte man auch erst ein bisschen später mitbekommen, man war halt etwas neben der Spur wegen der Aufregung und Freude. Aha, okay...ein Autor also. Das war doch irgendwie cool, nicht? Das Buch sah äußerlich schön aus, okay...die Person darauf war jetzt nicht der eigne Geschmack, aber hey, immerhin! Man entschloss sich das Buch zu kaufen, da man doch wissen wollte, was es für eines war. Fantasy war ein Muss, also warum nicht? So sprang das Büchlein in die eigne Tasche während noch einiges anderes passierte....
Zwei von den lieben Leutchen waren schon weg, hatten zu ihrem Zug gemusst. Derweil wurde das Gespräch weiter geführt, eMail-Adressen ausgetauscht und ein bisschen von sich erzählt.

So kam es also... Die Zeit verging, es wurde Zeit, der Abschied kam. Geknuddelt wurde wieder und dann ging es zum Zug. Der Tag war witzig gewesen, hatte Spaß gemacht, auch wenn man nicht hier alles erwähnt hatte. Die versprochene Mail war im Posteingang gelandet, die Bilder wurden ausgewertet und sortiert, um sie später in einem Forum zu stellen. Die Freude auf die nächste Leipziger Buchmesse war jetzt schon wieder groß.

Mal ehrlich, wer die Buchmesse noch nicht erlebt hat, kann das auch nicht richtig nachvollziehen. Mit eignen Augen muss man es sehen und erleben. Jedes Jahr kommen neue Gesichter dazu, manche sieht man wieder. Was wird 2009 passieren?

Um wen es hier ging, erkennt man sicherlich auch schnell. Nächster Bericht steht schon in den Startlöchern, obwohl doch noch etwas Zeit zur nächsten Buchmesse ist.


Alexia